Die Parkkralle ist ein mechanischer Diebstahlschutz

Es gibt viele Möglichkeiten, sein Fahrzeug vor Diebstahl zu schützen. Wer in sein Fahrzeug keine aufwendigen und meist auch teuren Alarmanlagen nachrüsten möchte, ist mit mechanischen Diebstahlsicherungen gut beraten. Fahrzeughalter und Fahrzeugführer haben dabei verschiedene Möglichkeiten. Neben der Lenkradkralle ist die Parkkralle eine Alternative zum elektronischen Diebstahlschutz. Die Parkkralle wird aber nicht nur als Diebstahlschutz von Fahrzeugführen verwendet, sondern dient auch Behörden als Wegfahrsperre.

Was ist eine Parkkralle und wie wird sie verwendet?

Parkkrallen werden auch als Autokrallen und Radkrallen bezeichnet. Die Parkkralle wird an eine der Felgen am Fahrzeug angebracht und dort festgespannt und schlossgesichert. Dadurch wird das Rad blockiert und ein Wegfahren ist nicht mehr möglich. Die Wegfahrsperre wird aber nicht nur als Diebstahlschutz von Fahrzeugbesitzer eingesetzt. Sie ist auch ein Mittel für Behörden, um den säumigen Zahler zu erinnern.

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Stand: 24. August 2019 02:10 Uhr
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Radkralle, Parkkralle, Autokralle – wo ist der Unterschied?

Mit den Begriffen Parkkralle, Radkralle, Autokralle wird immer eine mechanische Wegfahrsperre bezeichnet, die an der Felge eines Fahrzeuges angebracht wird. Die Begriffe sind Synonyme, die alle das gleiche Produkt bezeichnen.

Parkkrallen als Diebstahlsicherung für Privat- und Betriebsfahrzeuge

Parkkrallen können als Diebstahlsicherung und Wegfahrsperre vor allem bei älteren Fahrzeugmodellen eingesetzt werden, die nicht mit einer elektronischen Wegfahrsperre serienmäßig ausgestattet sind. Auch als zusätzliche Absicherung kann die Radkralle verwendet werden, denn durch die auffällige und robuste Sperre werden potenzielle Autodiebe abgeschreckt. Auf mechanische Art und Weise wird des Benutzens des Fahrzeugs durch unbefugte verhindert.

Parkkrallen als Fahrzeugsicherung für Behörden in In- und Ausland

Die Parkkralle wird aber nicht nur für die Sicherung von Privatfahrzeugen, Wohnmobilen, Wohnwagen und Baufahrzeugen eingesetzt, sondern dient auch Behörden, um Fahrzeuge von säumigen Schuldnern sicherzustellen. Das Entfernen der Autokralle ist sowohl in Deutschland als auch im Ausland strafbar.

Besonders im Ausland ist die Parkkralle sehr oft im Einsatz. Ordnungshüter in anderen Ländern fackeln meist nicht lange, wenn es darum geht, Parksünder oder andere Verkehrsrowdys dingfest zu machen. Es kostet nicht nur Geld, sondern vor allem Zeit, um das Fahrzeug wieder auszulösen. Ausländische Behörden nutzen diese Möglichkeit der Wegfahrsperre, da die Kosten einer Strafverfolgung über die Grenzen hinaus meist zu aufwendig und somit dafür unvergleichlich hoch sind.

Aber auch in Deutschland ist der Einsatz von Parkkrallen üblich und wird von vielen Städten und Gemeinden genutzt. In Deutschland möchte man sich ebenfalls den Aufwand, der mit einer Vollstreckung auf die Gemeinden zukommt, ersparen.

Welche Behörden dürfen die Radkralle einsetzen

Vor allem Behörden wie Stadtverwaltungen, Ordnungsämter, Finanzämter und Oberfinanzdirektionen setzen die Parkkralle ein. Und auch der Gerichtsvollzieher kann dieses Druckmittel anwenden. Falschparken, säumige Zahler und andere Vergehen werden damit geahndet. Besonders dann, wenn Kraftfahrtversicherung oder Kraftfahrtsteuer nicht bezahlt sind, wird das Fahrzeug mit der Autokralle lahmgelegt.

Parkkralle für Falschparker auf Privatparkplatz?

Vermieter und Pächter von Parkplätzen auf privaten Grundstücken greifen oft zu außergewöhnlichen Mitteln, wenn die Parkplätze durch Falschparker besetzt werden. Wer nach einer schriftlichen Verwarnung immer noch widerrechtlich parkt, wird nicht selten mit einer Parkkralle festgesetzt. Ganz legal ist das nicht, denn genaugenommen ist es Nötigung. Allerdings scheiden sich dabei die Geister. In vielen Fällen konnte die Rechtslage erst vor Gericht geklärt werden. Und das kann für beide Seiten teuer werden.

Radkrallen für Fahrzeuge haben Vor- und Nachteile

Wie jede Wegfahrsperre und Fahrzeugsicherung hat auch die Radkralle ihre Vor- und Nachteile. Nachteilig ist, dass die Autokralle bei jedem Abstellen angebracht und wieder entfernt werden muss. Außerdem bietet sie wie jede Wegfahrsperre keine hundertprozentige Sicherheit. Professionelle Diebe knacken mit etwas Zeit auch die robuste Parkkralle.

Radkrallen haben aber auch viele Vorteile, die sie für den Einsatz als Diebstahlsicherung unverzichtbar machen. Die Vorteile der Parkkralle sind:

  • kann flexibel eingesetzt werden,
  • günstig in der Anschaffung,
  • ist mit wenigen Handgriffen am Fahrzeug befestigt,
  • gut sichtbar für potenzielle Autodiebe,
  • wirkt dadurch abschreckend,
  • die Räder werden effektiv blockiert,
  • mechanische Sicherung, die nicht so anfällig wie elektronische Wegfahrsperren ist,
  • mit anderen Wegfahrsperren kombinierbar,
  • für verschiedenen Felgen- und Reifengrößen nutzbar.

Wie werden Parkkrallen montiert?

Das Anbringen einer Radkralle ist relativ einfach. Die Montage kann je nach Modell unterschiedlich erfolgen. Einige Modelle sind wie kleine Klammern gefertigt. Sie werden frontal um den Reifen gelegt. Anschließend wird die Klammer verschlossen. Andere Radkrallen sind wie große Krallen aufgebaut. Diese Variante wird seitlich um den Reifen und die Felge gelegt und verschlossen. Nach dem Anlegen wird die Kralle mit einem Sicherheitsschloss abgesperrt.

Um die Parkkralle zu öffnen, muss erst das Schloss mit dem entsprechenden Schlüssel geöffnet werden. Nun kann die Wegfahrsperre komplett von Felge und Reifen gezogen werden.

Die meisten Varianten der Parkkrallen werden mit einem Sicherheitsschloss gesichert. Einige wenige Modelle verfügen über ein Zahlenschloss.

Parkkrallen – viel Sicherheit für wenig Geld

Parkkrallen bieten eine gute Sicherheit. In den meisten Fällen schrecken sie durch ihre wuchtige Machart schon ab. Autodiebe sehen schon, dass sie kein leichtes Spiel haben, und verschonen das Fahrzeug meist. Der Grad der Sicherheit hängt aber vom gewählten Modell ab. Hochwertige Radkrallen sind deutliche schwerer für Autodiebe zu knacken als Billigmodelle, denn sie verursachen einen deutlich größeren Aufwand beim unbefugten Öffnen. Um hochwertige Autokrallen zu öffnen, müssen Diebe schon die Flex ansetzen, die viel Lärm beim Trennen macht. Diebe entscheiden sich dann meist für leichtere Beute. Trotzdem ist es so, dass es eine 100-prozentige Sicherheit bei keiner bisher auf dem Markt gebrachten Wegfahrsperre gibt. Mit genügend Zeit und an einem ruhigen Platz können Diebe auch jede Autokralle knacken.

Radkralle in Kombination mit anderen Diebstahlschutz Systemen

Radkrallen lassen sich gut mit anderen Diebstahlsicherungen kombinieren und sind ein zusätzlicher Schutz vor Autoklau. Da es keinen 100-prozentigen Schutz bei den Wegfahrsperren gibt, ist es immer vorteilhaft einen zweiten Schutz einzusetzen, besonders dann, wenn das Fahrzeug längere Zeit steht und vielleicht auch nicht immer im Blickfeld ist. Kombiniert werden kann die Parkkralle mit:

  • Lenkradkralle
  • Wegfahrsperre
  • Ventilwächter
  • Gangschaltungssperre
  • GPS-Tracker
  • Keyless-Go-Abschirmhüllen

Bei jedem Diebstahlschutz sollte Autofahrern aber bewusst sein, dass Diebe schon mehrfach geübt haben, den Schutz zu knacken. Deshalb sollten Fahrzeuge nicht längere Zeit in wenig begangenen Ecken stehen.

Darauf sollte man beim Kauf einer Fahrzeugsicherung achten

Bei der Auswahl der Parkkralle als Wegfahrsperre und Diebstahlschutz sollte man auf robuste Ausführungen mit Sicherheitsschloss und eine sehr gute Verarbeitung achten. Stabile Metallkonstruktionen sind zu bevorzugen. Sehr hochwertige Parkkrallen blockieren nicht nur die Reifen, sondern verdecken auch die komplette Felge. Das Schloss sollte unbedingt ein Sicherheitsschloss sein. Einfacher Schlösser sind in Sekunden zu knacken und die Kralle kann entfernt werden. Wichtig ist auch ein sogenannter Radmutterschutz, der an vielen Modellen vorhanden ist. Dieser verhindert, dass Autodiebe das Rad samt Kralle abschrauben und durch ein anderes ersetzen.

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Stand der Daten24. August 2019 02:1024. August 2019 02:1024. August 2019 02:1024. August 2019 02:10

Passt jede Kralle auf jedes Fahrzeug?

Nicht jede Parkkralle passt auf jede Reifengröße. Vor dem Kauf sollte man die Reifengröße seines Fahrzeuges ermitteln. Bei den Produkten wird angegeben, für welche Größen sie geeignet sind. Entsprechend der Reifengröße wird die Parkkralle gekauft. Es gibt aber auch Modelle mit Universalgrößen, die auf verschiedene Felgengrößen passen. Die Radkrallen können sowohl für Alufelgen als auch für Stahlfelgen eingesetzt werden. Beim Einsatz auf Alufelgen sollte darauf geachtet werden, dass die Diebstahlsperre gummiert ist und die Felgen so nicht direkt mit Metallteilen in Berührung kommen.

Gibt es bereits einen Test von Stiftung Warentest für Parkkrallen?

Einen Test für Parkkrallen gibt es von Stiftung Warentest oder anderen unabhängigen Organisationen noch nicht. Im Internet findet man zwar immer wieder Hinweise auf Testsieger, diese sind aber nicht von Stiftung Warentest ermittelt. Wer auf der Suche nach einer Radkralle ist, findet aber auf diversen Plattformen Kundenmeinungen zu verschiedenen Modellen.

Wie teuer sind die Diebstahlsicherungen Parkkralle?

Radkrallen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Dementsprechend groß ist die Preisspanne. Günstige Modelle sind bereits ab 15 Euro erhältlich. Allerdings sollte man von diesen Produkten nicht zu viel erwarten. Exklusive Varianten, wie sie auch von Behörden eingesetzt werden, kosten bis zu 600 Euro und mehr. In dieser Preisspanne gibt es eine Vielzahl von Modellen. Für eine gute Ausführung sollte man mit etwa 100 Euro rechnen.

Wo kauft man die Autokralle?

Ob online, Fachhandel oder Werkstatt, Autokrallen können überall gekauft werden. Laien sollten sich aber für den Kauf im Fachhandel entscheiden. Gute Verkäufer prüfen die Größe des Reifens und wählen dementsprechend den Diebstahlschutz aus. Außerdem beraten sie zur Haltbarkeit und zur Montage. Das Internet ist eine gute Möglichkeit, verschiedene Modelle zu vergleichen und die passende Variante zu wählen. Durch Kundenmeinungen erfahren Fahrzeughalter die Bewertung des Modells.